Gemütlicher Tag auf der Reykjanes Halbinsel (06.08.)

Für den Tag ist nicht viel Strecke geplant sondern gemütliches Fahren mit einigen Stopps, um mir zum einen ein paar Sachen nochmal anzusehen, die ich nur in Wolken/regen gesehen habe bzw. an denen ich dann irgendwann vorbeigefahren bin. Die Sonne ist auf jeden Fall da, allerdings weht ein sehr kalter und heftiger Wind.

Los geht es bei der Strandarkirkja, eine kleine Kirche schön am Meer gelegen.

Anschließend fahre ich zu meinem zweiten Besuch am Kleifarvatn und dieses Mal kann ich den See in seiner gesamten Schönheit bewundern, zum Teil je nach Sonnenrichtung sogar mit wunderschönem türkisen Wasser. Hier ist dann auch Mittagspause angesagt.

Weiter geht es nach Seltun, einem Hochtermperaturgebiet, dass mir schon beim letzten Mal sehr gut gefallen hatte. Und an etwas vorbeifahren, wo es blubbert und stinkt, kann ich einfach nicht. Auch diesmal ist es ein sehr schöner Aufenthalt.

 

Den Sonnentempel in Grindavik hatte ich eigentlich gedanklich gestrichen, aber wie beim letzten mal, verfahre ich mich in Grindavik. Und siehe da, direkt an dem Parkplatz, an dem ich das Navi anschmeißen möchte, ist der Sonnentempel. Also doch mal kurz aussteigen.

Als nächstes möchte ich zum Leuchtturm Reykjanesviti, erwische aber die falsche Zufahrtsstraße und lande beim geothermalen Feld Gunnuhver. Da muss ich natürlich auch nochmal kurz aussteigen. Puh und danach bin ich doch etwas nass. Der Wasserdampf wurde am Körper doch recht schnell wieder zu Wasser und ich musste ein ganzes Stück hindurch. Fast schon unheimlich, wenn die Dampfwolke so dicht ist, dass der Weg (inkl. der Füße) nicht mehr sichtbar ist.

Jetzt aber über die richtige Straße zum Reykjanesviti. Da ich mir nicht sicher bin, wie der Parkplatz direkt am Meer aussieht, parke ich am Leuchtturm und laufe das Stück vor. Auch wieder eine schöne Aussicht, sogar die Insel Eldey ist im Dunst sichtbar. Die Statue des Riesenalk (inzwischen ausgerottet, weil zu viel für den Kochtopf gejagt) stimmt ein wenig nachdenklich und ich hoffe, dass es den Papageitauchern nicht ähnlich ergehen wird (Exlkurs: Dieses Jahr sind wohl auf den Westmännerinseln tausende Küken verhungert, da es nicht genügend Fisch im Meer gab http://icelandreview.com/de/news/2018/07/27/papageitaucherkueken-verhungern ). Auch laufe ich noch auf einen der kleinen Berge, bleibe aber nicht lange oben: Der Windmesser zeigt Windstärke 9 (im Vergleich zu 5-7 unten) und die Vernunft sagt, dass ich da besser nicht auf einem Gipfel rumturnen sollte. 

Auf dem Weg nach Gardur mache ich noch kurz an einem Leuchtturm halt, wo ich im Windschatten sitzend die Sonne genießen kann (im Wind ist es viel zu kalt). In Gardur bewundere ich dann auch nochmal die beiden Leuchttürme und überlege, am nächsten Tag vielleicht das Heimatmuseum wegen des Nordlichter Filsm zu besuchen. Mal sehen. Jetzt ist erstmal der Campingplatz in Sandgerði angesagt, ich bin müde und es reicht für den Tag.

 

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